Steuerungen zur Entkeimung von Lebensmitteln

Produktionsanlage BIOSTERIL

Zielstellung

Bei diesen Anlagen handelt es sich um Autoklaven, ähnlich denen in der Medizintechnik eingesetzten. In diesem Fall werden sie zur Keimreduzierung von Lebensmitteln eingesetzt. Dabei handelt es sich um:

  • Trockengemüse
  • Gewürze (Blätter, Wurzeln, Pulver)
  • Kräuter
  • Pilze

Um diese Produkte lagerfähig zu machen, ist eine Reduzierung von Bakterien, Hefen und Pilzen sowie deren Sporen notwendig. Weiterhin müssen bestimmte Parameter, wie z.B. die Restfeuchte der Produkte eingehalten werden.
Dafür sind verschiedene Verfahren bekannt, die teilweise wegen ihrer Nebenwirkungen weniger verwendet werden (Bestrahlung, Begasung). Die Behandlung mit Wasserdampf vermeidet diese Nachteile.
Um eine Keimreduzierung zu erreichen, müssen die Produkte eine bestimmte Zeit bei einer bestimmten Temperatur in einer Sattdampfatmosphäre gehalten werden (ca. 1-10 Minuten bei 80-120°C, je nach Produkt).

Pilotanlage BIOSTERIL

Dazu erfolgt eine Vorbehandlung, mit dem Ziel die Produkte möglichst schnell aufzuheizen. Um eine bessere Durchdringung der Ladung zu erreichen, wird die Kammer mit den Produkten evakuiert (Absolutdruck <100mBar). Anschließend an die Behandlung ist eine Nachtrocknung nötig, diese findet wieder unter einem sehr geringen Druck statt. Die Kammer selbst ist mit beheizten Türen und Innenwänden ausgestattet, um die Kondensation an der Innenwand zu verringern.

Die Steuerung übernimmt folgende Aufgaben:  

  • Überwachung der Sicherheitskreise (Türen öffnen/schließen, Über- oder Unterdruck...)
  • Überwachung der Nebenanlagen (Dampferzeuger, Kühlwasser, Druckluft)
  • Steuerung und Überwachung der Vakuumpumpen
  • Regelung von Temperatur und Druck in der Kammer und den beheizten Wänden
  • Steuerung des Programmablaufs Vorbehandlung-Behandlung-Trocknung mit etwa 40 verschiedenen (produktabhängigen) Parametern

In diesen Anlagen verwenden wir SPS S7-300 bzw. kompatible sowie Multipanel MP370 von Siemens (Touchpanel mit Windows CE) für die Bedienerführung.
Alle anfallenden Daten werden auf PC protokolliert (SQL-Datenbank, Anbindung über MPI). Über den PC erfolgt auch die Erstellung und Pflege der Programme, es werden ständig Programme für neue Produkte erstellt.
Die Anlagengröße ist durch den Hersteller variabel anpassbar (Pilotanlagen für Versuche, Produktionsanlagen von 20-1000 kg pro Charge)